Video: Platons Höhlengleichnis

“Das Höhlengleichnis verdeutlicht wichtige Grandzüge der platonischen Philosophie. Die Höhle steht für das Reich der Finsternis, der Unwahrheit, für das Reich des Scheins und Trugs. Die Schatten sind Abbilder der Gegenstände und werden von den gefesselten Menschen als die realen Gegenstände betrachtet. Befreit sich der Mensch von den Fesseln, so erkennt er seinen Irrtum. Der Anblick der Gegenstände und des Feuers kann als eine Zwischenstufe zwischen der Schein-Erkenntnis (Wahrnehmung der Schatten) und der wahren Erkenntnis, die erst beim Verlassen der Höhle vollzogen wird, betrachtet werden. Der Mensch, der das Tageslicht erblickt, wird von der Wahrheit geblendet. Er kann sich an sie zunächst nur schwer gewöhnen. Das Licht steht im Höhlengleichnis für die Welt der Ideen, die Sonne für die höchste Idee, die Idee des Guten. Der Mensch, der die Ideen erblickt hat und dadurch die Wahrheit erkannt hat, kehrt zu den Menschen in der Höhle zurück, um ihnen von ihrem Irrtum zu erzählen und sie aus der Höhle herauszuführen. Platon stellt im Höhlengleichnis den Weg der Erkenntnis dar, der zugleich auch der Weg der Befreiung aus dem Schein und Irrtum ist.” Quelle: Alexander Ulfig, Lexikon der philosophischen Begriffe

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